Acht Jahre Vollgas in der Strategieberatung, drei Jahre unerfüllter Kinderwunsch, sechs IVFs, eine späte Tochter, eine Fehlgeburt — und schließlich der Moment, in dem das alte Muster von Leistung und Anpassung aufhörte zu tragen. In dem Funktionieren nicht mehr funktioniert hat. Dort habe ich verstanden, dass Veränderung nicht über Wissen kommt, sondern über eine Erfahrung von Sicherheit im Körper.
Meine Mutter hat mich alleine groß gezogen. Sie hat funktioniert, weil sie keine Wahl hatte, und ich bin sehr stolz auf sie. Was sie nicht weitergeben konnte, war Sicherheit, die einfach da ist, ohne dass man etwas dafür tun muss. Diese Erfahrung kannte sie selbst nicht.
Also habe ich sehr früh gelernt, mir Sicherheit zu verdienen. Die Stimmung im Raum lesen. Mich anpassen, um dazuzugehören, mich entschuldigen, obwohl es gar nichts zu entschuldigen gab. Das hat sich für mich nie wie eine Überlebensstrategie angefühlt, sondern so war ich eben. Erst Jahrzehnte später, erst, als das Muster von Leistung und Wert nicht mehr aushaltbar war, wurde mir überhaupt bewusst, dass es ein Muster war.
Was damals Überlebenstaktiken eines Nervensystems waren, ist heute eine meiner Stärken als Therapeutin. Spüren, was jemand denkt, fühlt, braucht, bevor sie es selbst in Worte fasst, das kann ich. Es kommt nicht aus einem Lehrbuch. Es kommt von dort, wo ich herkomme.
Acht Jahre Strategieberatung bei Hering Schuppener, vom Trainee bis zum Director im Senior Leadership Team. Frankfurt als Basis, dazwischen London, Singapur, Hongkong. Internationale Projekte, Verantwortung. Auf dem Papier war das ein Aufstieg.
Innen sah es ganz anders aus. Die Anerkennung kam, aber sie kam nie wirklich bei mir an. Ich hatte keine Referenz dafür, wie sich Genug-sein anfühlt, also bin ich weitergerannt, weil ich annahm, das nächste Ziel würde es schon bringen. Das Muster, das ich aus der Kindheit mitgenommen hatte, hatte einen perfekten Spielplatz gefunden.
Aber nicht auf ewig. Nachdem ich Director geworden war, wurde der Druck so groß, die Erwartung an mich selbst so groß, dass mir oft die Stimme in Meetings, in Gesprächen fehlte, die ich eigentlich hätte führen können. Nach außen war ich noch auf Hochtouren. Innen war ich Burnout-nah, ohne es so zu nennen.
Im Sommer 2013 kündigte ich. Ohne nächsten Job. Ich wollte wissen, was von mir noch übrig ist, wenn die Rolle wegfällt. Es war erschreckend wenig. In den eineinhalb Jahren Sabbatical, die folgten, machte ich eine systemische Business-Coaching-Ausbildung, eine Yogalehrerin-Ausbildung, reiste, und begann eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Zwar ging es mir besser — meine alten Muster waren aber weiterhin aktiv. Alles, was ich tat, setzte nur am Symptom an, nicht an der Ursache.
2015 stieg ich wieder ein: Organisationsentwicklung bei ZF Friedrichshafen, ab Anfang 2017 in Detroit. Vier Jahre Auslandsentsendung. In dieser Zeit begann auch der Weg zu unserer Tochter — drei Jahre Klinik-Termine, sechs IVFs.
An einem Nachmittag in einem Starbucks bei Detroit, mitten in dieser Zeit, rief ich aus reiner Verzweiflung eine Nummer an, die ich gerade gegoogelt hatte — Resolve, die amerikanische Selbsthilfe-Organisation für Frauen mit Infertility. Eine Frau namens Sue hob sofort ab. Sie war den Weg selbst gegangen. Mit diesem einen Anruf war ich nicht mehr die Einzige. Aus der späteren Helpline-Arbeit für Resolve, vor allem für Mütter über 40, wurde der erste Hinweis auf das, was einmal mein Beruf werden würde. 2019 kam unsere Tochter dann in Detroit zur Welt.
Jahrzehntelang hochfunktional. Und nie angekommen in diesem einen Gefühl:
jetzt reicht es.
Meine Tochter kam per Notfallkaiserschnitt, wir waren die ersten Tage getrennt, Frühchenstation. Ich bestand eigentlich nur noch aus Angst. Ich hatte so lange auf sie gewartet, alles hätte perfekt sein sollen, und jetzt war nichts so, wie ich es mir vorgestellt hatte — ich hatte keine Kontrolle über den Prozess. Das löste eine Depression bei mir aus, und die wiederum schürte mein schlechtes Gewissen und meine Angst. Angst, dass uns die ersten gemeinsamen Stunden fehlen, Angst, dass sie nicht schnell genug zunimmt.
Was ich versuchte: alles richtig zu machen. Ich habe gelesen, Montessori, Emmi Pikler, Jesper Juul. Bedürfnisorientiert, sicher gebunden, Co-Regulation. Und je mehr ich las, desto klarer wurde mir, was ich alles falsch machte. All dieses Wissen wurde zu Konzeptschnipseln in einem dysregulierten Nervensystem — ich konnte sie zitieren, aber nicht leben. Ich hatte mich auf Wissen außerhalb von mir verlassen, weil ich kein Wissen in mir hatte. Keine innere Navigation, keine Intuition, kein Urvertrauen.
Eigentlich wusste ich schon damals, dass es nicht das Wissen ist, das mir fehlt. Ich wusste nur nicht, was es sonst sein sollte. Mein Muster kannte nichts anderes als Anstrengung, und je mehr ich im Überlebensmodus war, desto eher griff ich nach den alten Werkzeugen.
Der Wendepunkt kam spät. Meine Tochter war fast vier. Ich erlebte mich selbst als die Mutter, die ich nie sein wollte — und das, obwohl ich mich so anstrengte. Ich erlebte eine Fehlgeburt, und obwohl diese mich komplett aus der Bahn schoss, war sie das Zünglein an der Waage: ich wollte meinem Leben und meiner Arbeit Sinn geben. So wie bisher wollte ich nicht weitermachen — auch nicht zum zweiten Mal. Es war schon besser, aber es reichte nicht.
Was im Sabbatical-Jahr begann, ging über Jahre weiter. Zu der tiefenpsychologisch fundierten Therapie und dem Coaching kamen noch zwei Jahre Verhaltenstherapie und Schematherapie dazu, jeder Ratgeber, der irgendetwas versprach. Ich kannte die Methoden nicht aus Büchern, sondern aus dem Erleben. Sie haben mich stabilisiert, sie haben mir Sprache gegeben, sie haben mir Werkzeuge gegeben. Aber das Muster blieb.
Ich hatte irgendwann das Gefühl, ich kann die nächste Therapiestunde fast vorhersagen. Es kann doch nicht sein, dass es nichts gibt, was tiefer geht. Wir wissen so viel über die Psyche, so viel über die Neurologie, und am Ende soll Stabilisierung das Beste sein, was möglich ist?
Eine Kollegin, die ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie kurz vor mir gemacht hatte, arbeitete bereits mit Regressionshypnose. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen, also hat sie eine Sitzung mit mir gemacht. Es ging um meine Beziehung zu meiner Tochter und um etwas, das viel früher zurücklag. Ein Kindheitsthema, das mit der Mutterrolle eigentlich gar nichts zu tun hatte, im Unterbewusstsein aber zusammengehörte.
Was ich danach gespürt habe, ist schwer zu beschreiben. Als wäre etwas Dunkles in mir hell geworden. Als hätte sich ein Knoten aufgelöst, von dem ich gar nicht wusste, dass er da war. Ich bin durch die Welt gegangen wie immer, und es war alles anders. Ich habe gemerkt: meine Aufmerksamkeit blieb in mir drin. Ich war nicht mehr nur am Scannen, am Gucken, am Wer-braucht-was. Ich war einfach da.
Der Satz, der mir noch heute hängengeblieben ist, lautete in meinem Kopf: So kann sich das Leben auch anfühlen? So kann man sich fühlen? Ich hatte mich nie so gefühlt. Und das war erst der Anfang.
Heute weiß ich, was den Unterschied macht. Dein Körper kann eine andere Erfahrung machen — genau dort, wo das Muster damals entstand. Das ist der Punkt, an dem sich etwas wirklich löst.
Dein Verstand kommt nicht dahin, wo dein Muster sitzt.
Wie sich das Leben für mich heute anfühlt, ist völlig anders als vor fünf Jahren — und als mein ganzes Leben davor. Und zwar nicht aus einem Konzept heraus, sondern aus einem neuen Körpergefühl heraus. Ich bin nicht angekommen, niemand ist jemals angekommen. Aber ich weiß jetzt, wie sich das Gegenteil von Erschöpfung anfühlt.
Ich merke das an konkreten Dingen. Vor Kurzem habe ich mir selbst eine Hypnose geben lassen — zum Thema Sprechen in der Öffentlichkeit, einfach um zu prüfen, was passiert. Schon während der Übung habe ich den Unterschied gespürt: Ich stelle eine Frage und schaue, was in mir passiert. Will ich beeindrucken, oder geht es mir wirklich um die Frage? Ich spüre den alten Sog noch, wie eine Gewohnheit — wie ein alter Mantel, der längst in den Kleidersack gehört, aber der Sack liegt noch im Keller. Ich habe ihn nicht angezogen.
Vor Kurzem hatte ich eine Frau im Erstgespräch — sie hat mir später abgesagt, ihr war es zu teuer. Früher hätte ich mich stark hinterfragt, an meinen Preisen gezweifelt. Heute darf es so sein. Eine Klientin soll zu mir kommen, weil sie es wirklich will — diese Motivation braucht es auch, um die 28 Tage Selbsthypnose durchzuziehen. Da ist es mir lieber, jemand sagt ab, weil sie unsicher ist, als dass sie niedrig motiviert kommt. Es muss sich für beide Seiten richtig anfühlen. Und interessanterweise: viele dieser Frauen kommen später doch zu mir.
Es steht nicht mehr alles auf dem Spiel. Früher stand bei jeder Kritik, jedem Streit, jedem starken Gefühl bei anderen sofort alles auf dem Spiel — als wäre es eine Morddrohung. Heute kann ich Kritik anschauen, von allen Seiten — was ist sie eigentlich, ist da was dran, was ist meine Sicht. Kritik ist für mich heute in erster Linie eine Botschaft des anderen über sich, gar nicht so sehr über mich. Sie darf sein, und andere dürfen so sein, wie sie sind — sie geben ihr Bestes.
Das größte Geschenk, das ich meiner Tochter mitgebe, ist, dass ich meine Muster aufgelöst habe — und teils immer noch welche auflöse, denn „fertig" ist man, glaube ich, nie. Meine Tochter wächst auf mit einer Mutter, die sich sehr stark weiterentwickelt hat. Sie hat es miterlebt, wie ich von einer verzweifelten, erschöpften Mutter zu einer Frau geworden bin, die für sich selbst sorgt, die sich das nimmt, was sie braucht — und die deshalb abends einfach präsent sein kann.
Ich finde es schön für Kinder zu erleben, wie Menschen sich weiterentwickeln können — und dass wir alles verändern können. Meine Tochter kann sich frei entscheiden, sie muss niemandem gefallen. Was ich bei mir selbst gelöst habe, gebe ich nicht mehr weiter.
Das einzige, was mich heute noch zuverlässig triggert, ist Ungerechtigkeit — mir oder anderen gegenüber. Da gehe ich auf die Barrikaden. Nobody is perfect.
Was ich heute habe, ist nicht außergewöhnlich — und damit meine ich: nicht schwer zu haben. Genau das ist es, weshalb viele Frauen Hypnose misstrauisch beäugen. Sie denken, echte Veränderung muss schwer sein, hart, jahrelang. Das ist klinische Hypnose nicht. Sie ist aus meiner Erfahrung die schnellste und wirksamste Methode auf dem Markt. Was ich heute habe, ist für jede Frau möglich, mit der ich arbeite.
Wenn dich beim Lesen etwas berührt hat — wir können einfach miteinander reden.
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Früher habe ich von außen nach innen gelebt. Heute lebe ich von innen nach außen.
Heilpraktikerin für Psychotherapie, klinische Hypnosetherapeutin mit Ausbildungsschwerpunkt Regressionshypnose, psychosoziale Kinderwunschberaterin. Davor acht Jahre Strategieberatung, vom Trainee bis zum Director, in Deutschland, Amerika und Asien.
In meine Ausbildung habe ich bisher gut 80.000 Euro investiert. Aber das ist nicht der Grund, warum mich Frauen auswählen. Sie wählen mich, weil ich eine Methode habe, die nicht am Symptom, sondern an der Ursache ansetzt — und weil ich von innen weiß, was sie durchmachen. Was sie auch erzählen, mich erschüttert nichts, weil ich es selbst erlebt habe.
Ich bin die einzige Hypnosetherapeutin im DACH-Raum mit dieser Kombination: acht Jahre Strategieberatung auf Director-Ebene, sechs IVFs, eine späte Mutterschaft mit Notfallkaiserschnitt und Frühchenstation, eine Fehlgeburt — und die volle therapeutische Qualifikation als Heilpraktikerin für Psychotherapie, klinische Hypnosetherapeutin und psychosoziale Kinderwunschberaterin.
Das erste Gespräch kostet dich nichts und verpflichtet dich zu nichts. Du entscheidest danach, ob und wie es weitergeht.
Im Erstgespräch hörst du nicht zu, was ich verkaufe. Du erzählst mir, was dich beschäftigt — und ich sage dir ehrlich, ob ich dir mit dieser Methode helfen kann. Wenn ja, machen wir einen ersten Plan. Wenn nicht, sage ich dir das auch.
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